Arbeit nervt

It’s been a busy couple days and weeks.

Ich arbeite viel. Dafuer trinke ich weniger. Ich denke, das kann man als Erfolg verbuchen. Diese Woche war allerdings ein bisschen anders.

Mittwoch war ich von morgens bis abends unterwegs. Unterrichten an verschiedenen Stellen. Ich verliess das Haus um halb Neun morgens und kam wieder um Zehn. Ich bin zwoelf Kilometer durch die Gegend gelaufen. Und dann bekam ich die Nachricht, noch ein riesiges Projekt zu uebersetzen. Bis Donnerstagabend. Ich habe mir also einen Drink eingeschuettet und mich an die Arbeit gesetzt, bis vier Uhr morgens. Dann habe ich sechs Stunden geschlafen und weitergearbeitet bis Sieben. Danach bin ich zum Couchsurfing gegangen. Am naechsten Tag habe ich wieder gearbeitet von Neun bis Drei. Abends nach dem Hockey habe ich mir mit David ein weiteres Bier genehmigt. Und Samstag war dann die Party.

Ja. Die Party. Sommerparty. Es gab einen aufblasbaren Pool und eine schlecht gebastelte Palme. Ich war muede von meiner ganzen Arbeit von den Tagen davor und fuehlte, als haette ich es verdient, ein bisschen zu feiern. Es gab sehr viel Alkohol. Es gab einen Russen, der sehr aufgeregt damit gedroht hat, die Polizei zu rufen. Es gab Tequila Shots und Salz von Mashas Bauch. Und es gab Lyosha und Sveta. Die beiden machten Dinge etwas.. interessant. Um 7.30 morgens habe ich mich nach einigen Zwischenstopps langsam auf den Weg gemacht. Schlafen konnte ich danach nicht mehr so gut. Und den darauffolgenden Tag auch nicht. Work-Life-Balance, das funktioniert bei mir irgendwie noch nicht so richtig.

Was sonst noch passiert ist: meine Visacard wurde gehackt. Daraufhin hat David einen „Friedhof der gefallenen Kreditkarten“ aufgemacht. Da liegen nun drei Wertlose Plastikteile drin. Gluecklicherweise werde ich hier in bar bezahlt. Und Ende Januar muss ich ja sowieso wieder nach Deutschland fliegen, um mein Visum zu erneuern. Da kann ich mich dann auch um meine Karten kuemmern. Am Donnerstag habe ich einen Termin beim Konsulat, um mir einen neuen Reisepass machen zu lassen. Wie ich das Geld dafuer auftreibe, ohne an mein Konto zu kommen, muss ich mir ueberlegen.

 

Erwachsen sein ist anstrengend.

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