kalter kaffee

ich ernähre mich von kaffee.
manchmal muss ich morgens pause machen, wenn ich in die küche gehe und die kanne abspüle, manchmal ist das zu viel und ich muss, bevor ich die kanne auf den herd setzen kann, noch mal kurz ins bett. manchmal, so wie heute, geht es aber und ich kann sogar bohnen mahlen und richtigen, leckeren kaffee trinken.

ich esse kaum.
dafür müsste ich einkaufen gehen, und einkaufen bedeutet stress. einkaufen bedeutet auch geld ausgeben – geld, das ich nicht habe, solange ich keine antwort vom bafögamt bekomme.

ich gehe nicht in die uni.
ich bin viel zu müde, ich brauche schlaf, ich kann nicht aufstehen. manchmal stelle ich mir in einem verzweifelten versuch den wecker, schalte ihn aus und drehe mich dann wieder um.

ich treffe mich mit niemandem.
dafür müsste ich verabredungen machen, menschen schreiben, nett sein, lächeln – das geht nicht.

mein zimmer versinkt im chaos. ich verschwinde physisch, psychisch.

aber der kaffee ist gut.

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