Kategorischer Konjunktiv

Mein Kopf ist voll und unsortiert. Ich habe so viel zum schreiben und gerade keine Nervenbahn frei, die sich darauf konzentrieren könnte. Meine Finger schweben in gieriger Erwartung über der Tastatur aber es kommt nichts dabei rum. Ich könnte, wenn ich wollte, kann ich, wenn ich will?

// Meine Füße federn über den Asphalt, links rechts links rechts, ich bemerke die Sonne auf meiner Haut, spüre meine Körperhaltung und konzentriere mich auf meinen Luftstrom. Einatmen. Ausatmen. Versuchen zu entspannen. Nach drei Kilometern bricht dieses fragile Gebilde aus vesuchter mentaler Ablenkung zusammen, ich gebe auf und gehe wieder nach Hause. Gefühlsstatus: als ob ich versuche, im Meer vor einer großen Welle wegzuschwimmen, die droht, über mir zusammenzubrechen – scheitere, untergehe, nach Luft japsend wieder auftauche – nur um mit gnadenlos überwältigender Leichtigkeit erneut weggespült zu werden – weiter, weiter – Land in Sicht? – nein, aber ein Stück Holz zum festklammern – fragmentarische Erinnerungen an die Küste – Rettung ist immer nur kurzweilig, festen Boden unter den Füßen bekomme ich nicht. Man schlägt sich so durch.

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