überbleibsel

Ich hab auch noch ein paar Gedichte gefunden. Von früher und so. Damals.

Nächtliche Umarmung

der regen prasselt
in der nacht
in meinen träumen
bin ich wach
nur im dunkeln
kann ich sehen
leises murmeln;

leises flehen

und am tage
schlaf ich doch
beschäftigt mich
die eine frage:
wie lange noch?
wie lange noch?

die antwort suche
ich vergebens
in der leere
meines kopfes
ich kann lauschen,
wenn es still ist
in der ferne
tropf es. tropft es.

meine reise
– bald zu ende
gedanken sind
wohl niemals ruhig
manchmal lausch ich
an der türe
und ich hör noch
wie es klopft:
jetzt kommt er doch
jetzt kommt er doch.

 

neonlichter

unendlos lange geraden
und ich fahre autobahn
niemals komme ich an

ewig nasser regen
leben auf der autobahn
zuhause ist da,
wo das herz an der wand hängt

neonlicht rast an mir vorbei
hinterlässt schlieren in meinem kopf
ich hab den faden verloren
kein ende in sicht
kein anfang
kein stop

in melancholischer stimmung

ich bin in
melancholischer stimmung
schwer zu ertragen
ich lass es
niemanden wissen
ich werd es
nie jemandem sagen

in melancholischer stimmung
ist alles bunt
so düster
und
kaum zu ertragen
das leben – ein schwarz/weiß-film
unscharf an den rändern
doch
in meinem kopf – viele fragen
nichts zu ändern
in melancholischer stimmung
bin ich
unsichtbar
fast nicht zu erahnen
die weite der welt
ist zu erdrückend für mich
ich kann es nicht
länger
ertragen

Studentsein

Ich bin Student
billiger Kaffee und furchtbares Essen
statt Soja-Latte und Chiasamen.
Ich brauche mein Geld für Weed,
Alkohol und Reisen.
Das habe ich mir verdient
nachdem ich mir minutenlang die Nächte
um die Ohren geschlagen habe
um ein längst überfälliges Essay zu schreiben.

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